Kekse und kleine trockene Süßgebäcke Nüsse und Samen Obst Weizen Backen Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Feierlicher Anlass

Pangiallo romano

Römische Pasticceria aus Latium

Pangiallo romano ist ein kompakt gebackenes römisch-laziales Festtagsgebäck aus Walnüssen, Haselnüssen, Pinienkernen, Trockenfrüchten, kandierter Orangenschale, Honig und Schokolade. Eine feine Safranglasur verleiht ihm seine charakteristische gelbe Farbe.

Zum Rezept
Pangiallo romano aus Latium
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 5 Min.
Menge 1 Pangiallo, etwa 10–12 Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kombination aus Walnüssen, Haselnüssen, Pinienkernen und Trockenfrüchten sorgt für eine kompakte, reichhaltige Struktur.
  • Honig und Zucker verbinden die trockenen Zutaten zu einer dichten, klebrigen Masse.
  • Schokolade und kandierte Orangenschale setzen kräftige, bittersüße und fruchtige Akzente.
  • Die Safranglasur bildet einen aromatischen, farblich charakteristischen Abschluss.

Der Pangiallo romano gehört zur römisch-lazialen Festtagsbäckerei. Diese Fassung verbindet eine dichte, aromatische Nuss-Frucht-Masse mit Honig, Schokolade und kandierter Orange. Gebacken wird sie in einer 18 cm großen Halbkugelform und anschließend mit einer feinen Safranglasur überzogen.

Kompakt und leicht fest im Biss, mit nussiger Textur, saftigen Fruchtstücken und feinen Schokoladennoten. Die Glasur ist glatt und süß, während Safran und kandierte Orange dem Gebäck ein warmes, festliches Aroma geben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Früchte und Nüsse vorbereiten

    Die Sultaninen mit warmem Wasser bedecken und 15 Minuten quellen lassen. Anschließend gut abtropfen lassen und trocken tupfen. Die Feigen, Walnüsse, Haselnüsse und kandierte Orangenschale grob hacken. Die Schokolade fein reiben.

    15 Minuten
    • Die Sultaninen nach dem Einweichen sorgfältig trocken tupfen, damit die Masse nicht unnötig weich wird.
  2. Backofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen. Die 18 cm große Halbkugelform mit Butter ausstreichen und mit Backpapier auslegen.

    10 Minuten 170 °C
    • Das Backpapier so einlegen, dass sich der gebackene Pangiallo später vorsichtig lösen lässt.
  3. Trockene Zutaten vermengen

    Mehl, Backpulver, Gewürze und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Nüsse, Pinienkerne, Sultaninen, Feigen, Orangenschale und geriebene Schokolade dazugeben und gleichmäßig verteilen.

    5 Minuten
    • Die trockenen Zutaten zunächst gründlich verteilen, damit Gewürze, Backpulver und Salz nicht an einer Stelle konzentriert bleiben.
  4. Honig und Zucker erhitzen

    Honig und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren auf 110 °C erhitzen. Den Topf sofort vom Herd nehmen.

    8 Minuten 110 °C

    Daran erkennst du es: Die Mischung hat 110 °C erreicht.

    • Die Mischung während des Erhitzens rühren und nach dem Erreichen der Temperatur sofort vom Herd nehmen.

    Wichtig: Die heiße Honigmischung kann schwere Verbrennungen verursachen; beim Rühren und Abnehmen des Topfes vorsichtig arbeiten.

  5. Masse anrühren

    Die heiße Honigmischung zu den trockenen Zutaten geben und alles mit einem stabilen Holzlöffel zu einer dichten, klebrigen Masse vermengen.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle trockenen Zutaten sind gebunden und die Masse ist dicht und klebrig.

    • Zügig arbeiten, solange die Honigmischung noch heiß und gut verteilbar ist.

    Wichtig: Beim Vermengen auf heiße Spritzer achten.

  6. Pangiallo backen

    Die Masse in die vorbereitete Form drücken und die Oberfläche glätten. Den Pangiallo 40 bis 45 Minuten backen, bis er fest ist und an der Oberfläche leicht gebräunt wirkt.

    45 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Der Pangiallo ist fest und an der Oberfläche leicht gebräunt.

    • Die Masse gleichmäßig in die Form drücken, damit der Pangiallo eine kompakte, gleichmäßige Struktur erhält.

    Wichtig: Beim Herausnehmen die heiße Form mit geeignetem Hitzeschutz anfassen.

  7. Safranglasur auftragen

    Für die Glasur Puderzucker, kaltes Wasser, Zitronensaft und Safran zu einer dickflüssigen, glatten Masse verrühren. Den Pangiallo nach dem Backen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, anschließend vorsichtig lösen und noch warm mit der Hälfte der Glasur bestreichen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist glatt, dickflüssig und lässt sich verstreichen.

    • Den Pangiallo vorsichtig aus der Form lösen, solange er noch warm, aber stabil genug zum Bestreichen ist.

    Wichtig: Form und Gebäck können noch heiß sein.

  8. Glasur vollenden und auskühlen lassen

    Die erste Glasurschicht einige Minuten anziehen lassen, dann die restliche Glasur auftragen. Den Pangiallo vollständig auskühlen lassen und anschließend in kleine, kompakte Scheiben schneiden.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Pangiallo ist vollständig ausgekühlt und lässt sich in kompakte Scheiben schneiden.

    • Die zweite Glasurschicht erst auftragen, wenn die erste Schicht nicht mehr vollständig flüssig ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Dichte Konsistenz: Die Honigmischung wird mit den trockenen Zutaten zu einer dichten, klebrigen Masse verarbeitet. Sie sollte in die Form gedrückt und nicht wie ein flüssiger Teig gegossen werden.
  • Glasur schichten: Die Safranglasur wird in zwei Schichten aufgetragen. Die erste Schicht soll einige Minuten anziehen, bevor die restliche Glasur folgt.
  • Zum Servieren schneiden: Der vollständig ausgekühlte Pangiallo wird in kleine, kompakte Scheiben geschnitten.

Zutatenwissen

Kandierte Orangenschale

Kandierte Orangenschale ist meist in der Backabteilung größerer Supermärkte, in italienischen Feinkostläden oder online im Backzutatenhandel erhältlich.

Safran

Safranfäden oder Safranpulver gibt es häufig in der Gewürzabteilung, in Feinkostläden und in italienischen Lebensmittelgeschäften.

Sultaninen einweichen

Die Sultaninen nach dem Einweichen gut abtropfen lassen und trocken tupfen, bevor sie in die Masse kommen.

Sinnvolle Alternativen

Zitronat

Der Pangiallo schmeckt herber und weniger orangig.

Die kandierte Orangenschale mengenmäßig durch Zitronat ersetzen und dieses ebenfalls grob hacken.

Kurkuma

Kurkuma kann die gelbe Farbe annähern, ersetzt aber weder das feine Safranaroma noch die typische Variante.

Nur verwenden, wenn Safran nicht erhältlich ist, und vorsichtig dosieren, damit die Glasur nicht dominant würzig schmeckt.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Masse wird unnötig weich oder lässt sich schwer formen.

Sultaninen nach dem Einweichen gründlich abtropfen lassen und trocken tupfen.

Die Masse kurz stehen lassen und anschließend besonders fest in die Form drücken.

Die Honig-Zucker-Mischung wird zu dunkel oder die Masse schmeckt bitter.

Unter Rühren erhitzen und den Topf bei 110 °C sofort vom Herd nehmen.

Die beiden Glasurschichten verlaufen ineinander.

Vor dem zweiten Auftrag einige Minuten warten, bis die erste Schicht nicht mehr vollständig flüssig ist.

Den Pangiallo weiter ruhen lassen, damit die Glasur gemeinsam fest werden kann.

Die Scheiben brechen oder die Glasur verschmiert.

Das Gebäck vollständig auskühlen lassen und erst danach in kompakte Scheiben schneiden.

Das Gebäck weiter abkühlen lassen und mit einem scharfen Messer vorsichtig schneiden.

Varianten

Pangiallo mit Zitronat

Eine herbere Variante mit Zitronat anstelle der kandierten Orangenschale.

Safranfreie Farbvariante

Eine Variante mit Kurkuma zur Annäherung an die gelbe Farbe der Glasur. Das Safranaroma bleibt dabei aus.

Servieren und kombinieren

  • In kleinen Scheiben servieren: Den vollständig ausgekühlten Pangiallo in kleine, kompakte Scheiben schneiden und als festliches süßes Gebäck servieren.
  • Glasur zur Geltung bringen: Die Scheiben so anrichten, dass die helle Safranglasur sichtbar bleibt; sie bildet den charakteristischen Abschluss des Gebäcks.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die Gefrierqualität ist für diese Rezeptfassung nicht angegeben.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405.
  • Schalenfrüchte: enthält · Das Rezept enthält Walnüsse, Haselnüsse und Pinienkerne.
  • Milch: enthält · Butter wird zum Ausstreichen der Form verwendet.

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit heißer Honigmischung: Die Honig-Zucker-Mischung und die anschließend entstehende Masse sind heiß. Beim Erhitzen, Abnehmen des Topfes und Vermengen vorsichtig arbeiten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich kandierte Orangenschale ersetzen?

Ja. Zitronat ist eine mögliche Alternative. Der Pangiallo schmeckt dadurch herber und weniger orangig.

Kann ich Safran ersetzen?

Eine kleine Menge Kurkuma kann die gelbe Farbe annähern, ersetzt aber weder das feine Safranaroma noch die typische Variante.

Warum wird die Glasur in zwei Schichten aufgetragen?

Die erste Schicht soll einige Minuten anziehen, bevor die restliche Glasur folgt. So entsteht ein gleichmäßiger, sichtbarer Überzug.

Wann wird der Pangiallo geschnitten?

Erst nach dem vollständigen Auskühlen wird der Pangiallo in kleine, kompakte Scheiben geschnitten.

Aus unserer Küche

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