Rinderkutteln einkaufen
Rohe, küchenfertige Rinderkutteln sind am zuverlässigsten bei einer gut sortierten Metzgerei oder auf Vorbestellung beim Fleischhändler erhältlich. Italienische Feinkostläden führen sie gelegentlich bereits zugeschnitten.
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Passwort vergessen?Romagnolisches Kuttelgericht
Romagnolische Rinderkutteln werden zunächst mit Zwiebel weich gekocht, in feine Streifen geschnitten und anschließend mit Lardo, Butter, Petersilie, Weißwein und Tomatenmark sanft geschmort. Muskat und frisch geriebener Parmigiano Reggiano runden das kräftige, sämige Gericht ab.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Trippa, Trèpa ist ein eigenständiges Kuttelgericht aus der Romagna. Die Kutteln werden vorgekocht, geschnitten und anschließend in einem aromatischen Tomatensud geschmort. Lardo, Butter, Petersilie, Muskat und Parmigiano Reggiano geben der Zubereitung ihre herzhafte, cremige Tiefe.
Die Kutteln sind weich und zart mit leichtem Biss, eingebettet in einen sämigen, tomatig-herzhaften Sud. Lardo und Butter sorgen für Fülle, Weißwein für eine feine Säurenote, während Muskat, Petersilie und Parmigiano Reggiano ein kräftiges, warmes Aroma ergeben.
Schritt für Schritt
Die rohen, bereits gereinigten Rinderkutteln unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Eine Zwiebel halbieren und mit den Kutteln, 2,5 l Wasser und 10 g Salz in den großen Topf geben. Aufkochen, den entstehenden Schaum abschöpfen und die Kutteln bei 90 bis 95 °C 2,5 bis 3 Stunden leise garen, bis sie weich sind.
Daran erkennst du es: Die Kutteln sind weich und lassen sich gut schneiden.
Die Kutteln aus dem Sud nehmen und 400 ml Kochflüssigkeit auffangen. Die Kutteln kurz abkühlen lassen und in etwa 5 mm breite Streifen schneiden. Die zweite Zwiebel, den Knoblauch und die Petersilie fein hacken. Den Lardo sehr fein schneiden oder mit dem Messer zu einer Paste zerdrücken.
Butter und Lardo im schweren Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Zwiebel und Knoblauch darin etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne sie dunkel werden zu lassen. Die Petersilie einrühren und 1 Minute mitgaren.
Daran erkennst du es: Zwiebel und Knoblauch sind weich, aber nicht gebräunt.
Den Weißwein angießen und etwa 5 Minuten einkochen lassen. Das Tomatenmark unterrühren und 2 Minuten mitrösten. Die geschnittenen Kutteln dazugeben und mit dem restlichen Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Daran erkennst du es: Der Wein ist sichtbar reduziert und das Tomatenmark duftet leicht geröstet.
400 ml der aufgefangenen Kochflüssigkeit angießen. Alles auf 90 bis 95 °C bringen und die Kutteln bei kleiner Hitze und leicht geöffnetem Deckel 20 Minuten schmoren lassen. Gelegentlich vorsichtig umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Daran erkennst du es: Der Sud ist sämig und die Kutteln sind vollständig durchgewärmt.
Den Topf vom Herd nehmen und etwa zwei Drittel des Parmigiano Reggiano unterheben. Die Trippa, Trèpa 5 Minuten ruhen lassen und mit dem restlichen Käse heiß servieren.
Daran erkennst du es: Der Käse ist geschmolzen und der Schmorsud wirkt gebunden.
Gut zu wissen
Rohe, küchenfertige Rinderkutteln sind am zuverlässigsten bei einer gut sortierten Metzgerei oder auf Vorbestellung beim Fleischhändler erhältlich. Italienische Feinkostläden führen sie gelegentlich bereits zugeschnitten.
Lardo ist ungeräucherter, luftgereifter Rückenspeck. Sehr fein geschnitten oder zu einer Paste zerdrückt, verteilt er sich gleichmäßig in der aromatischen Grundlage.
Der frisch geriebene Käse wird teilweise in den Schmorsud eingearbeitet und teilweise frisch über die heiße Trippa, Trèpa gegeben.
Der Schmorsud wird etwas fleischiger und weniger cremig.
Den Lardo im gleichen Verhältnis durch ungeräucherten grünen Speck ersetzen und diesen ebenfalls sehr fein schneiden oder zu einer Paste zerdrücken.
Im ersten Kochabschnitt bei 90 bis 95 °C leise garen und den Schmorsud ebenfalls nur sanft bewegen lassen.
Bei mittlerer Hitze arbeiten, regelmäßig umrühren und die Aromaten nicht dunkel werden lassen.
Beim Herausnehmen der Kutteln 400 ml Kochflüssigkeit auffangen und für den Schmorsud reservieren.
Nicht im Ausgangstext angegeben.
Häufig gefragt
Verwendet werden rohe, küchenfertige Rinderkutteln, möglichst mit etwas Cuffia oder Netzmagen. Sie sollten vor dem Schmoren bereits gereinigt und gründlich abgespült werden.
Dieselbe Menge ungeräucherter grüner Speck kann verwendet werden. Der Schmorsud wird dadurch etwas fleischiger und weniger cremig.
Etwa zwei Drittel werden nach dem Schmoren untergehoben. Der restliche Käse wird nach der fünfminütigen Ruhezeit frisch zum Servieren darübergegeben.
Aus unserer Küche
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