Lardo im Sugo
Lardo ist ungeräucherter, luftgetrockneter Speck. Er schmilzt beim Erwärmen teilweise aus und gibt dem Sugo einen runden, schmelzigen Geschmack.
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Passwort vergessen?Sugo aus Kampanien
Ein heller, sämiger Zwiebelsugo aus der neapolitanischen Küche Kampaniens: Viele Zwiebeln schmoren mit Rindfleisch, Lardo, Karotte und Sellerie, bis sie fast zu einer cremigen Sauce zerfallen. Das zarte Fleisch wird separat gereicht, der Sugo mit kräftiger Pasta serviert.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sugo alla genovese gehört zur neapolitanischen Küche Kampaniens und ist kein ligurisches Pesto alla genovese. Die Zwiebeln werden langsam weich geschmort und verbinden sich mit dem Rindfleisch zu einer hellen, tief aromatischen Sauce. Besonders gut passt der Sugo zu kräftiger Pasta wie Ziti, Rigatoni oder Paccheri; das Fleisch kann separat serviert werden.
Der Sugo ist hellbraun bis goldgelb, dick und cremig. Die Zwiebeln sind nahezu zerfallen, das Rindfleisch weich und saftig. Geschmacklich verbindet er süßlich geschmorte Zwiebeln mit kräftigem Rindfleisch, würzigem Lardo, frischer Petersilie und einer zurückhaltenden Weinnote.
Schritt für Schritt
Zwiebeln schälen, halbieren und sehr dünn schneiden. Karotte und Sellerie fein würfeln. Petersilie hacken, Kirschtomaten vierteln und das Rindfleisch in große Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind gleichmäßig dünn geschnitten und das Gemüse fein gewürfelt.
Lardo und Olivenöl in einem schweren Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Karotte, Sellerie und Petersilie darin 5 Minuten sanft anschwitzen, ohne das Gemüse zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und duftet, bleibt aber hell und ungebräunt.
Zwiebeln, Kirschtomaten und die Hälfte des Salzes dazugeben. Alles vermengen, den Topf abdecken und die Zwiebeln bei sehr niedriger Hitze 20 Minuten weich werden lassen. Zwischendurch einmal umrühren.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind deutlich zusammengefallen und weich, ohne am Topfboden anzusetzen.
Das Rindfleisch und das restliche Salz unterheben. Den Topf wieder abdecken und das Fleisch 90 Minuten bei niedriger Hitze mit den Zwiebeln schmoren lassen. Etwa alle 20 Minuten umrühren. Die Zwiebeln geben dabei ausreichend Flüssigkeit ab.
Daran erkennst du es: Das Fleisch wird weich und die Zwiebeln sind stark zerfallen, ohne trocken zu wirken.
Den Deckel abnehmen und die Hitze auf mittlere Stufe erhöhen. Den Weißwein in drei Portionen angießen und jeweils vollständig einkochen lassen, bevor die nächste Portion dazukommt. Dieser Schritt dauert ungefähr 20 Minuten.
Daran erkennst du es: Nach jeder Portion ist keine wässrige Weinschicht mehr sichtbar, bevor die nächste Portion zugegeben wird.
Die Hitze wieder reduzieren und den Sugo weitere 80 Minuten bei leicht geöffnetem Deckel schmoren lassen. Gelegentlich umrühren. Die Zwiebeln sollen fast vollständig zerfallen und eine dicke, cremige Sauce bilden, ohne am Topfboden anzusetzen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind fast vollständig zerfallen und der Sugo ist dick und cremig.
Das Fleisch herausheben und je nach gewünschter Größe in Scheiben oder grobe Stücke schneiden. Den Sugo mit schwarzem Pfeffer abschmecken und das Fleisch separat dazu reichen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht schneiden und der Sugo schmeckt ausgewogen würzig.
Für die übliche Verwendung etwa 180 g Sugo pro Portion mit kräftiger Pasta wie Ziti, Rigatoni oder Paccheri vermengen. Der Sugo kann auch vollständig vom Fleisch getrennt und nur als Zwiebel-Fleisch-Sauce verwendet werden.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist gleichmäßig mit dem cremigen Sugo überzogen.
Gut zu wissen
Lardo ist ungeräucherter, luftgetrockneter Speck. Er schmilzt beim Erwärmen teilweise aus und gibt dem Sugo einen runden, schmelzigen Geschmack.
Die große Zwiebelmenge ist prägend für die Genovese. Beim langen Schmoren fällt ihr Volumen stark zusammen und sie bildet die cremige Saucenbasis.
Ziti, Rigatoni und Paccheri sind im Rezept ausdrücklich als passende Pastaformen genannt, weil sie die dicke Sauce gut aufnehmen.
Der Sugo wird etwas weniger zart-schmelzend und kann leicht salziger schmecken.
Den ungeräucherten Rückenspeck fein hacken und anstelle des Lardo zusammen mit dem Olivenöl erwärmen.
Lardo und Gemüse nur sanft erwärmen und die Zwiebeln anschließend bei sehr niedriger Hitze mit Deckel garen.
Die nicht angebrannten Bestandteile vorsichtig in einen sauberen Topf umsetzen und bei niedrigerer Hitze weitergaren.
Den Wein in drei Portionen angießen und jede Portion vollständig einkochen lassen.
Den Sugo ohne Deckel bei moderater Hitze weiter reduzieren, ohne ihn am Boden ansetzen zu lassen.
Bei niedriger Hitze und leicht geöffnetem Deckel schmoren lassen und gelegentlich umrühren.
Den Sugo ohne Kratzen in einen sauberen Topf umfüllen und dort bei niedrigerer Hitze fertig garen.
Lardo wird durch ungeräucherten Rückenspeck ersetzt. Die Grundmethode bleibt unverändert.
Das Rindfleisch wird vollständig aus dem Sugo genommen und separat gereicht, während die cremige Zwiebelsauce mit Pasta vermengt wird.
In der Rezeptgrundlage ist keine Einfrier- oder Auftauanleitung angegeben.
Häufig gefragt
Nein. Hier bezeichnet Genovese die napoletanische Zubereitung aus Kampanien mit vielen langsam geschmorten Zwiebeln und Rindfleisch; sie ist klar vom ligurischen Pesto alla genovese abgegrenzt.
Im Rezept werden kräftige Formen wie Ziti, Rigatoni oder Paccheri empfohlen, weil sie die dicke, cremige Sauce gut aufnehmen.
Nein. Das Fleisch kann nach dem Schmoren herausgehoben, in Scheiben oder grobe Stücke geschnitten und separat zum mit Sugo vermengten Pasta-Gang gereicht werden.
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